Wettkämpfe

Der Begriff Trial stammt aus England. Es werden mit speziellen Motorrädern im Gelände Sonderprüfungen gefahren. Die Fahrzeit spielt eine untergeordnete Rolle, obwohl die Höchstfahrzeit festgelegt ist, um eine Veranstaltung überhaupt in den Griff zu bekommen.

Diese Sonderprüfungen sind in Sektionen unterteilt, welche von erfahrenden Spezialisten ausgesucht werden. Die Fahrspur muss mindestens einen 1,2m breiten Kurs haben, welcher über Gräben, Schlamm, über Wurzeln, Steine und hohe Stufen, enge Kehren um Bäume oder andere Hindernisse herum fehlerfrei zu durchfahren sind.

Anfang und Ende der Sektion sind mit A- und E-Schildern gekennzeichnet, nur zwischen diesen wird eine Punktwertung durchgeführt.

Fehlerfrei bedeutet, alle Schwierigkeiten fahrend zu überwinden, also nicht anhalten, schiebend oder gar stürzend, aber auch ohne Nachhilfe mit den Füßen. Dieses sind alles Fehler, die den Fahrer auf einer mitgeführten Punktekarte mit unterschiedlicher Wertung vermerkt werden.

Vor Beginn der Sektion stellt der Fahrer seine Maschine ab, geht zu Fuß die Sonderprüfung ab, sucht sich eine ihm geeignet erscheinende Fahrspur aus und beobachtet seine Konkurrenz bei der Durchfahrt, um eventuelle Fehler zu vermeiden. Damit sich keiner zuviel Zeit nimmt, gibt es die schon erwähnte Höchstfahrzeit. Der Trialfahrer muß über ein enormes Maß an Maschinenbeherrschung verfügen. Daher fährt er meist langsam, hebt mit einem Gasstoß das Vorderrad gekonnt auf eine Stufe herauf, überspringt Hindernisse, immer im Bestreben, die Sektion fehlerfrei zu absolvieren.

Eine geeignete Maschine ist im Trial-Sport sehr wichtig. Eine große Bodenfreiheit, geringes Gewicht, großer Lenkeinschlag, sowie ein Motor, der auf die leiseste Drehung des Gasgriffes reagiert. Ein wichtiger Faktor sind die Reifen. Erst der richtige Reifendruck sichert den nötigen Vortrieb in der Sektion, welche manchmal über Sieg und Niederlage entscheidet. Für den Fahrer ist ein gewisses Trainingspensum unerläßlich, zu dem nicht nur das Fahren mit dem Motorrad gehört. Auch Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft und Konzentrationsfähigkeit bedürfen der regelmäßigen Übung.

Der interessierte Anfänger schließt sich zweckmäßigerweise einem Motorsportclub an. Der Trial-Sport ist also eine Sportart, wo Mensch und Maschine eins werden sollten. So profitiert der durch das Trialfahren geschulte Motorradfahrer von der verbesserten Maschinenbeherrschung auch im Straßenverkehr des Alltags, denn er meistert sein Motorrad sicher in allen Situationen.